Nordkap 19.06.2010 – 03.07.2010 (7172km)
19.06.2010 (595km):
Abfahrt um 07:30 Uhr. Es geht über die A39 / B4 Richtung Gifhorn, dann quer durch die Heide nach Lübeck. Wetterbedingt von hier weiter über die A1 nach Fehmarn, wo schon die erste Fähre wartete.
Durch Dänemark ging es dann recht schnell (ca. 2h) bis zur nächsten Fähre von Helsingor nach Helsingborg. Es regnete jetzt sehr stark.
In Schweden angekommen suchte ich als erstes einen Geldautomaten, um im Zweifelsfall den ersten Campingplatz in Bar zu bezahlen. Das war eine gute Idee.
Richtung Nord- Westen sah der Himmel heller aus, so dass ich in diese Richtung weiterfuhr. Ca. 30 Min. später hörte es auf zu regnen.
Nahe Ängelholm fand ich den kleinen Campingplatz Solhöl. Die Rezeption war nicht besetzt, aber ein Schild hing an der Tür: „Choose a place I will came later to get the Camping fee“
20.06.2010 (514km):
Um dicken Regenwolken auszuweichen, ging es bis Halmstad auf die E20. Dann auf die 26 Richtung Nord- Osten. Wieder aufgrund von Regenwolken entschied ich mich an der Westküste des Vätternsees entlang zu fahren bis hinter Örebro. Hier hatte ich keine Lust mehr auf „große“ Straßen und fuhr auf die 244 nach Hällefors. Wirklich klein war diese Straße aber auch nicht, nur die Leitplanken aus Drahtseil fehlten (zum Glück!).
Unterwegs in Askersund bin ich dann zum ersten Mal in Schweden einkaufen gewesen. Es war Sonntag.
Bei Hällefors blieb ich eine Nacht auf dem Campingplatz Sörälgen direkt am gleichnamigen See. Hier war die Schwedische Campingkarte erforderlich die ich natürlich nicht hatte. Die CCI vom ADAC wurde nicht anerkannt. Also kaufte ich auch noch die SCI in der Hoffnung sie später noch einmal zu gebrauchen. Das war nicht der Fall.
21.06.2010 (549km):
Bei Sonne fuhr ich morgens los Richtung 26/45 nach Lit (kurz über Östersund). Es war allerdings kühler wie gedacht. Viel zu sehen gab es nicht, außer Wald und Wald und Wald…
Kurz nach Mora wollte ein Reh über die Straße, obwohl ich dort auch lang wollte. Zum Glück überlegte es sich das kurzfristig wieder und sprang zurück in den Wald. Ob ich rechtzeitig zum stehen gekommen wäre, kann ich nicht sagen.
Da für die Nacht regen und 5°C angesagt waren, nahm ich auf dem dortigen Campingplatz eine Hütte und trocknete noch schnell mein Zelt. Dieses blieb dann auch bis auf die letzten beiden Nächte in der Gepäckrolle.
22.06.2010 (606km):
Von Lit ging es weiter auf der 45 nach Norden Richtung Polarkreis. Es gab wieder mal viel Wald und noch mehr Wald zu sehen. Und Rehntiere!
Am Polarkreis selber gab es einen riesigen Souvenir- Shop.
In Jokkmokk blieb ich dann bis zum nächsten Morgen. Es wurde kälter.
23.06.2010 (598km):
Heute schein die Sonne bei 13°C. Nur der Wind war teils recht stürmisch.
Von Jokkmokk ging es auf der 45 weiter nach Karesuando, Finnland. Dann auf die 93 bis Norwegen. In Stuovan bog ich ab auf die 92 nach Karasjok. Hier bekam ich die ersten Norwegischen Kronen, kaufte ein und blieb eine Nacht.
24.06.2010 (410km):
Heute ging es über die E06 und E69 zum Nordkap. Aber erstmal musste ich kurz vor Olderfjord eine Stunde warten, weil die Straße für Bauarbeiten gesperrt wurde. Dann ging es einige Kilometer über lose aufgeschütteten Sand weiter.
Die Auffahrt zum Nordkap über die E69 war sehr stürmisch und teils regnerisch. „Oben“ angekommen hatte ich erst Regen, dann Nebel und zum Schluss Sonne bei recht kräftigem Sturm.
Mit einem österreichischen Motorradfahrer machte ich gemeinsam das obligatorische Nordkapfoto. Ich meinte ihn später auf den Lofoten vorbei fahren zu sehen.
25.06.2010 (515km):
Ab heute fuhr ich südwärts auf der E06 bis nach Moen. Es wurde immer wärmer, aber die Sonne verschwand im Laufe des Tages. Die Landschaft war sehr karg.
26.06.2010 (322km):
Der heutige Tag sollte mich auf die Lofoten bringen. Dafür ging es erst entlang der E06 und dann weiter auf die 84 und später 825. Über eine große Brücke dann auf die Lofoten.
Aufgrund einsetzenden Regens blieb ich am Gullesfjord. Nachts klarte es auf, morgens ging es mit Nieselregen weiter.
27.06.2010 (243km):
Ich fuhr über die E10 und 815 die Lofoten herunter bis nach Moskenes. Unterwegs machte ich links und rechts kurze Abstecher.
Aufgrund des Dauerregens entschloss ich mich direkt die Fähre nach Bode zu nehmen, die am Fähranleger stand. Das klappte aber nur durch energisches Vordrängeln gemeinsam mit einigen anderen Motorradfahrern. Es mussten auch Autos zurück bleiben.
Auf der Fähre kam ich mit zwei holländischen Motorradfahrern ins Gespräch, die ich am nächsten Tag noch einmal traf.
28.06.2010 (309km):
Kurz nach Bode bog ich ab auf die Küstenstraße RV17. Diese Straße ist 650km lang und führt von Fjord zu Fjord mit 7 Fähren. Diese Straße ist sehr empfehlenswert zu fahren. Am besten von Süden nach Norden, da die Landschaft dann immer reizvoller wird. Aber man muss Zeit mitbringen, denn die ist einem hier völlig egal!
Das Wetter wurde zusehends besser. Bereits am ersten Fähranleger in Fory klarte es auf und wurde wärmer. Von zwei Heidelberger Wohnmobilisten wurde mir ein Kaffee angeboten. Wir trafen uns die nächsten Tage immer mal wieder.
An der zweiten Fähre traf ich eine dreier Gruppe Motorradfahrer/-innen aus Berlin. Abends sahen wir uns auf dem Campingplatz in Nesna wieder und fuhren dann die nächsten Tage die RV17 gemeinsam weiter.
29.06.2010 (152km):
In Nesna musste ich erstmal mein Abblendlicht instand setzen. Die H4 wollte einfach nicht mehr. Zum Glück gab es eine Tankstelle an der es auch solche Kleinigkeiten gab.
An der nächsten Fähre entdecken wir dann leider einen abgefahrenen Reifen an einer der Berliner Motorräder. Somit machten wir uns in Thorgatten auf die Suche nach einem neuen.
An der StatOil- Tankstelle gab es einen. Zwar nicht in der TÜV- konformen passenden Größe, aber dafür mit ausreichend Profil.
Da die Werkstatt schon geschlossen war, blieben wir eine Nacht.
Abends gab es selbst gefangenen Fisch.
30.06.2010 (385km):
Morgens um 8:00 Uhr hatten wir unseren Werkstatttermin. Etwas abenteuerlich wurde der defekte Reifen ersetzt, dann ging es weiter. Unterwegs lagen in der Mittagszeit sehr viele Schafe auf der Straße.
Da es wieder anfing zu regnen, fuhren wir recht zügig nach Trontheim weiter.
Somit bin ich wenigstens die RV17 bei schönem Wetter gefahren. Vorher und hinterher war es dort auch sehr regnerisch.
01.07.2010 (533km):
Nun trennten uns unsere Wege und ich fuhr alleine weiter über die E06 / 3 / 20 Richtung Schweden. Unterwegs wurde es immer wärmer. In Norwegen dagegen blieb der Regen.
02.07.2010 (661km):
Es ging weiter Richtung Heimat. Erst die 61 nach Karlstad, dann E18 / 26 nach Jökeping. Letztendlich bis nach Lund, kurz vor der Öresund Brücke. Die Temperaturen stiegen auf 26°C an.
03.07.2010 (781km):
Heute war der letzte Tag. Über die Öresund Brücke fuhr ich nach Dänemark, wo die dortige Tankstelle keine ausländischen Kreditkarten annahm. Ich bekam zum Glück genug Sprit um bis nach Deutschland zu kommen.
Nach Neumünster fuhr ich von der A7 ab, weiter nach Lauenburg und dann durch die Heide nach Hause. Hier gab es Sonne bei über 30°C.
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Hier die Route: Nordkap_2010.gpx
Zum Download einfach “Rechtsklick / Speichern unter” anwählen.
Wer Google Earth installiert hat, kann hier einfach draufklicken: Nordkap_2010.kmz